Zitate zum Nachdenken


„Ganz genauso wie ein Baumeister zwar abhängig ist vom Baumaterial, aber trotz alledem frei im Gebrauch des Materials, so verhält es sich auch mit der geistigen Person bzw. mit deren (freiem) Verhalten „zu“ den vererbten psychophysischen Anlagen.“ (Frankl 2005: 119)


„Hat nicht gerade der Klavierstimmer Gelegenheit, den Virtuosen zu bewundern – der selbst auf einem verstimmten Klavier vielleicht besser zu spielen vermag als ein schlechter Spieler auf einem guten Instrument.“ (Frankl 2005: 110)


„Was lässt den Menschen trotz aller äußeren Umstände und inneren Zustände stabil bleiben oder wieder stabil werden? Der Sinn des Lebens und das Wissen, dass Leben unter allen Umständen Sinn behält und als persönlicher Sinnauftrag darauf wartet, verwirklicht zu werden.“ (Schechner/Zürner 2011: 19)


„Eine der profundesten Erkenntnisse, der wir uns beim Suchen und Sehnen, Fragen und Antworten annähern, ist die Einsicht, dass der Sinn von Stunde zu Stunde und von Person zu Person wechselt, obwohl sich keine Person beliebig aussuchen kann, was gerade die sinnvollste Chance ihrer gegenwärtigen Stunde ist.“ (Lukas 2001: 11)


„Den Charakter eines Menschen kennen, heißt noch nicht, den Menschen kennen!“ (Frankl 2005: 204)


„Es geht um ein Hinauswandern aus dem engen Dorf, um draußen Neues zu erforschen/anzustreben.“ (Lukas 2006: 65)


„Die höchste Fähigkeit des Menschen: er kann über sich selbst und seine Bedürfnisse hinaussehen – auf ein DU, auf eine Sache, eine Idee, eine Aufgabe hin, das/die nicht wieder er selbst ist.“ (Frankl 2005: 143)


„Was also ist der Mensch? Er ist ein Wesen, das immer entscheidet, was es ist, ein Wesen, das in sich gleichermaßen die Möglichkeit birgt, auf das Niveau eines Tieres herabzusinken, oder sich zu einem heiligmäßigen Leben aufzuschwingen.“ (Frankl 2007: 99)


„Es ist für den Seelenfrieden des Menschen ungemein wichtig, dass er innerlich zu dem steht, was er tut. Genauso wichtig ist es, dass er tut, wofür er sich entschieden hat. Also muss er auch zu dem stehen, wofür er sich entschieden hat.“ (Lukas 2006a: 236)


„Der Sinn weist dir die Richtung klar, leitet nur Zweck, droht Sturzgefahr!“ (Schechner 2005: 31)


„Glückseligkeit ist die Folge der Pflichtbeobachtung. Das Gesetz muss vor der Lust hergehen, damit Glück gefunden werden kann.“ (Kant 1977: 502)


Copyright © 2018. All Rights Reserved.